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Shwe Dagon-Pagode

Rangoon, Burma

14. Jh.

Der Stupa Shwe Dagon in Rangoon ist ein außergewöhnliches Monument buddhistischer Sakral-Architektur und wurde im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. .

In der nachfolgenden Zeit, die von Stammesauseinandersetzungen geprägt war, erfuhr der Shwe Dagon mehrere bauliche Veränderungen. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde er auf Geheiß der Königin Shinsawbu vergoldet. Im 16. Jahrhundert nach einem Erdbeben wieder aufgebaut, erhielt er schließlich 1768 unter König Hsinbyushin seine uns heute bekannte Form.

Umgeben von 64 kleinen und 4 größeren Stupas, bildet der von der indischen Formensprache inspirierte Glocken-Stupa den Kern des Heiligtums. Von einer quadratischen, 6,4 m hohen Basis ausgehend, verjüngt sich alsbald, um eine konkave Linie anzunehmen. Drei Terrassen führen zur „Rundband-Zone“, aus der sich schließlich die Zone der Glocke erhebt. Nach oben hin schließen sich die Zone des gewundenen Turbans, die „Lotoszone“ mit symbolhafter Ornamentik, die „Bananenknospe“ und schließlich der Schirm an, eine Art Krone mit sieben Etagen, die nach oben hin schmaler werden. Diese sind mit kleinen Glocken und Banyanblättern (unter einem Banyanbaum soll Buddha seine Erleuchtung gefunden haben) geschmückt. Nach der „Wetterfahne“ bildet die mit Edelsteinen verzierte „Diamantenknospe“ in 99,4 m Höhe den krönenden Abschluss.

Trotz der vielen Zonen und der im Unterschied zur Glockenform quadratischen Basis wirkt das Monument harmonisch. Die Baumeister erreichten durch das Abstufen der Ecken den optischen Eindruck eines runden Gebäudes. Die Proportionen, seine prachtvolle Ausstattung und die gesamte Komposition machen Shwe Dagon zum berühmtesten Stupa in Burma.


Hintergrund: Nationalsymbol
Zu seiner religiösen Bedeutung erlangte Shwe Dagon auch nationale Wichtigkeit: Als der Stupa-Hügel während der Kolonialzeit im 19. Jh. aus strategischen Gründen von den Engländern besetzt wurde, manifestierte sich hier der Wille zum Widerstand.

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