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Möbel für Generationen – 100 Jahre Grange

„Les Meubles de Famille“

In diesem Jahr feiert Grange, einer der ältesten Möbelhersteller Frankreichs, sein hundertjähriges Bestehen. Dominique Mercier, Präsident des international erfolgreichen Unternehmens, über die Firmenphilosophie „Les Meubles de Familie“

“Anno 1904 gründete Joseph Grange seine bescheidene Schreinerwerkstatt in Saint-Symphorien-sur-Coise, einem Dorf in der Nähe von Lyon. Die ersten Möbelstücke – Schreibtische und Sitzbänke – fertigte der Kunsttischler für den Klerus. Was ihn stets leitete, war sein Berufsstolz und die Liebe zum Holz.” Heute, einhundert Jahre später, zählt Grange zu einer der ältesten Möbelmanufakturen Frankreichs, betreibt eigene Werkstätten rund um Lyon. Welch ein Weg wurde seitdem zurückgelegt. Am grundlegenden Gedanken jedoch hat sich über die Jahre kaum etwas geändert. “Wir nutzen die Vorteile, den der technologische Fortschritt hervorgebracht hat. Doch die besten Verfahren des Tischlerhandwerks unserer Vorfahren haben wir beibehalten. Nach wie vor ist es der Respekt für das Material und die Liebe zum Handwerk – das Vermächtnis der Tradition, welchem wir uns mit Leidenschaft verpflichtet fühlen. Wir möchten Möbel nicht in Masse produzieren. Häufigkeit entwertet.”

Frankreichs Liebe zum „Familienhaus“

“Bei uns in Frankreich ist der Gedanke an das 'Maison de famille', das Familienhaus, fest in der Kultur verankert. Vor allem ist es die Tradition alter französischer Familien, Erbstücke aus verschiedenen Epochen an die nächste Generation weiterzugeben. Aus diesem Bewusstsein heraus entstand unser Konzept, Möbel für die Familie herzustellen, 'Les Meubles de Famille'. Möbel im klassisch-traditionellen Stil, die sich ins häusliche Ambiente, zwischen Antiquitäten und Familien-Erbstücken, harmonisch einfügen. Die sich einreihen in die Familien-Sammlung wertvoller Erinnerungen. Und auch in der kommenden Generation weiterleben.

Gerade in der heutigen Zeit sollte”, so Dominique Mercier, “jedes Haus wieder zum Haus der Familie werden: behaglich, gastfreundlich und offen für Veränderungen. Unsere Stilmöbel, deren Design von der Vergangenheit inspiriert ist, haben sich an das moderne Leben angepasst. Der High-Tech-Fernseher findet seinen Platz im neu interpretierten Art-déco-Schrank aus Wildkirsche, im Directoire-Sekretär verschwinden technische Ausstattungen des Home Office.”

Grange produziert in eigenen Werkstätten, “das unterscheidet uns von manch anderem Konkurrenten.” Jedes Möbelstück wird einzeln gefertigt, von Hand zusammengebaut und erhält zum Schluss die gewünschte Oberflächenbehandlung: Beize, Patina, Alterungsspuren, Wachs oder Farbe. Jedes Produkt, das den Stempel von Grange trägt, ist somit ein Unikat. Das kann durchaus eine Lieferzeit bis zu zehn Wochen mit sich bringen. “Doch unsere Kunden sind Individualisten und schätzen das Besondere. Dafür nehmen sie auch längere Wartezeiten in Kauf. Sie können sich vorstellen: Bei dreihundert verschiedenen Möbelmodellen ergibt sich eine Vielzahl möglicher Variationen.”

Vielleicht wünschen sich eine neue Familien-Tafel? Dann stellen Sie sich ihren zukünftigen Tisch „à  la Carte“ nach eigenen Wünschen zusammen. Zuerst legen Sie die Form der Platte fest: rund, oval, rechteckig oder quadratisch. Dann bestimmen Sie die Maße, ausreichend für vier bis zu zwölf Gedecke und entscheiden sich für das Muster der Platte. Schließlich wählen Sie die Art des Gestells und suchen sich die passende Farbe und den gewünschten „Alterungsgrad“ aus. Man könnte wohl behaupten: Grange zu kaufen, muss man erst lernen.

Fünfzehn Kollektionen – hauptsächlich traditionelle, aber auch zeitgenössische – laden dazu ein, die Wohnatmosphäre entsprechend des eigenen Lebensstils zu gestalten. Dazu gehören jene Traditionsmöbel wie etwa “Louis Philippe” (1830–1848). Der letzte Stil, der den Namen eines Königs tragen sollte. Oder „Directoire“, eine Hommage an jene Zeit (1795–1799), als man sich von Mahagoni abwandte, um der helleren Wildkirsche den Vorzug zu geben. “Eine Holzart, die wir übrigens für die meisten unserer Kollektionen verwenden.” Eine weitere Gruppe bilden die Möbel aus der Kolonialzeit. Reisemöbel, Stücke, die eine gewisse Exotik ausstrahlen. „Indochine“, das mit seinen kreiselförmigen Füßen an asiatische Tempel erinnert. Oder „Madras“ aus Rohrgeflecht und handgeschmiedetem Eisen, das den Zauber der mythischen Indienroute wieder aufleben lässt. Die so genannten Funktionsmöbel, Kleinmöbel oder Anbauelemente, komplettieren das Spektrum. Ob in Form eines Büros zu Hause, einer Privat-Bibliothek oder des begehbaren Kleiderschranks im Ankleidezimmer.

Klassische Möbel – von bleibendem Wert

Durch die neue Interpretation von „alten“, historischen Einrichtungsstilen werden klassische Stilmöbel auch weiterhin en vogue bleiben. Hinter einer Innovation steckt meist der Respekt für Tradition. Weiß gestrichen, erscheint ein Möbel beinah gustavianisch. Mit hoch glänzendem, rotem Lack versehen, weckt es Erinnerungen an chinesische Wohnkultur. Es geschieht eine zeitgemäße Vermischung der Stile und Epochen. Ganz im Sinne des „Maison de famille“. So trifft in einer Landhausküche die Anrichte im Stile Louis Philippe auf marokkanische Fliesen. Die massiven, kantigen Eichen-Möbel aus der Bastide-Kollektion bereichern ein altehrwürdiges Schloss-Ambiente. Auch sorgt die aktuelle Farbpalette, darunter Türkis, Mandarine und Violett, für einen Ausdruck neuer Jugendlichkeit.

Eklektischer Mix aus Wohnstilen und Epochen

“In der Vergangenheit gab es deutliche Trends, denen viele Menschen gefolgt sind. Die Zukunft gehört, denke ich, vielmehr dem Eleganten, dem Eklektischen. Die Menschen werden immer nach einem Zuhause streben, in das sie sich einnisten, zurückziehen können. Das Zuhause – besser gesagt das Haus der Familie – ist ein Ort der Zusammenkunft. Zunehmend gewinnt es auch als Arbeitsplatz an Bedeutung. Hier treffen unterschiedliche Personen aufeinander, deren Vorstellung von Schönheit ebenso vielfältig sein kann.
Ein altes Gebäude über Jahre zu restaurieren, ist eine Herzensangelegenheit. Geduldig findet Stück für Stück zueinander. Vorhandenes wird erhalten und mit Neuem 'vermählt'.

Die Welt des Einrichtens kann weniger nach vorgeschriebenen Regeln oder Trends funktionieren. Vielmehr sollte sich Homefashion intuitiv und emotional zeigen, getragen von einem guten Gespür für Funktionalität.”


Hintergrund:
Grange – Tradition verpflichtet
In der heutigen Möbelproduktion steckt das Können mehrerer Generationen von Kunsttischlern eines Dorfes. Das verwendete Holz kommt aus dem Wald ins eigene Werk. Dort wird es getrocknet und einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Jedes Möbelstück wird von Hand zusammengebaut, jedes Unikat trägt den Stempel von Grange. Dank massiver Füllungen mit Kehlleisten können sich die Möbel unterschiedlichen klimatischen Bedingungen anpassen. Traditionell gebaute Schubladen mit Schwalbenschwanz-Zinken erweisen sich als langlebig und robust. Auch die Beize wird von Hand aufgetragen, was die natürliche Schönheit des Holzes unterstreicht. Eine spezielle Oberflächenbehandlung sorgt für den gewünschten Antiklook.

Grange weltweit
Grange gilt als zweitgrößter Möbelexporteur Frankreichs, die Traditionsfirma kooperiert mit vierhundert Handelspartnern in vierzig Ländern. In Deutschland bieten über achtzig Einrichtungshäuser die klassischen Möbel aus Frankreich an (alle Adressen finden Sie unter der Homepage, www.grange.fr). Rund um den Globus betreibt Grange eigene Shops: unter anderem in München und Hamburg, London, Mailand, Moskau, Melbourne, Singapur, Istanbul, Los Angeles. Dort erhält man kompetente Beratung, ob es um die Auswahl von Materialien, Farben oder bestimmte Oberflächenbehandlungen geht. Vor Ort lassen sich sozusagen hautnah die neuen Kollektionen erleben. Auch wenn Grange die luxuriösesten Häuser eingerichtet hat, bleibt die Beratung stets individuell und geht auf die persönlichen Vorlieben und Wünsche der Kunden ein.

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